Wir freuen uns auf Euren Besuch zum Schützenfest vom 22.09.2017 - 24.09.2017

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Vereinschronik


Als Basis für diese Chronik diente die von Siegfried Schrempf verfasste Chronik aus der Festzeitschrift zum 75-jährigen Jubiläum aus dem Jahre 1986.

 

Leider gingen durch die Kriegswirren sämtliche Unterlagen über die Zeit von 1911 bis 1945, sowie das Königssilber und auch die Vereinsfahne verloren.

 

Dank der Recherche des Kulturdezernenten der Stadt Kamp-Lintfort Herrn Dr. Spitzner-Jahn konnten einige Daten der bisherigen Aufzeichnungen präzisiert werden.

 

In einem Artikel in der Rheinberger Zeitung vom 18. April 1912 wird berichtet, dass der Schützenverein „Eintracht“ Altfeld-Saalhoff im November 1911 gegründet wurde.

 

Es waren ca. 20 - 25 Altfelder und Saalhoffer Bürger, die sich in der Gaststätte Kraywinkel in Altfeld zur Gründung versammelten. Überliefert sind folgende Gründungsmitglieder: Wilhelm Kraywinkel, Wilhelm Wittmann, Peter Niederholz, Valentin Germann, Johann Lisken, Johann Braemer, Johann Koppers und Friedrich Wittemberg. Zum 1. Vorsitzenden wurde Wilhelm Kraywinkel gewählt, dieses Amt hat er 20 Jahre ausgeübt. Von 1931 bis 1945 führten Heinrich Albeck, Johann Lützem, Johann Koppers und Konrad Leuker als 1. Vorsitzende den Verein.

 

Im Jahr 1912 wurde das erste Schützenfest gefeiert. Aus einem Artikel in der Rheinberger Zeitung vom 25. Mai 1912 geht hervor, das als erster Schützenkönig Gottfried Kraywinkel „bei Gelegenheit der Kamper Sommerkirmes“ gefeiert wurde. Als Königin erkor er sich Bertha Lehmkuhl. Außer in den Kriegsjahren 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 wurde ab diesem Zeitpunkt jährlich ein Schützenfest gefeiert.

 

Im Stadtarchiv lagert eine baupolizeiliche Akte aus dem Jahre 1912 mit einer Konstruktionszeichnung des ersten Schießstandes bei Kraywinkel. Die Baugenehmigung wurde am 24. Mai 1912 erteilt.

 

Ebenfalls im Jahre 1912 wurde eine Vereinsfahne angeschafft, dies war ein besonderer Verdienst des damaligen Majors Johann Koppers, der sich steht’s in allen Belangen für den Verein eingesetzt hat.

 

Er war bis 1945 ständiges Mitglied im Vorstand und beim Neubeginn 1948 wieder mit dabei.

 

Nachdem die Vereinstätigkeit gemäß einer Verfügung der Siegermächte seit 1945 ruhen musste, erfolgte am 29. November 1948, nach mehreren Anträgen und unermüdlichen Einsatz des damaligen 1. Vor-sitzenden Konrad Leuker, die Wiederzulassung durch Verfügung des Moerser Militärkommandanten.

 

Am 20. Dezember 1948 traf man sich zur Neugründung im Vereinslokal Kraywinkel.

 

Es wurde ein neuer Vorstand gewählt und eine Neufassung der Satzung beschlossen.

 

Am 01. August 1949 wurde das erste Schützenfest gefeiert. Mit einer von Heinrich Leuth gefertigten Armbrust wurde Matthias Gelen der erste König nach dem 2.Weltkrieg.

 

Als Königsgeld wurden ihm 58,- DM ausgezahlt, ein Bier kostete zur der Zeit 40 Pfennig.

 

Im Festzelt bei der Gaststätte Keusen wurde ihm die neue Königskette umgelegt.

 

Traditionsgemäß war die Bruderschaft St. Michael Saalhoff zu Gast.

 

Ebenfalls im Jahre 1949 wurde ein Tambourcorps gegründet, der aber leider in späterer Zeit zu einem anderen Verein wechselte.

 

Im Jahr 1950 - im Kassenbuch ist der 02.04. vermerkt - wurde, durch zahlreiche Spenden der Mitglieder, eine neue Vereinsfahne angeschafft. Am 28. Mai desselben Jahres wurde diese durch den damaligen Stadtinspektor Herrn Koenen geweiht.

 

Diese Fahnenweihe fand im Festzelt am Vereinslokal Kraywinkel in Altfeld statt. Zahlreiche Nachbarvereine waren hierbei zu Gast.

 

Am 12. Februar 1950 wurde der Stadtverband für Leibesübungen (heute Stadtsportverband Kamp-Lintfort e.V.) gegründet, vom ersten Tag an, sind wir dort Mitglied.

 

Mit der Anschaffung neuer Gewehre, konnte der Schießbetrieb wieder aufgenommen und gefördert werden.

 

Bei Vergleichskämpfen und bei der Stadtmeisterschaft von Kamp-Lintfort wurden hervorragende Ergebnisse errungen. In den Jahren 1954 bis 1957 konnte zweimal die Mannschaftsmeisterschaft und zweimal der 2. Platz und Einzelstadtmeister gefeiert werden. Bis heute konnten mehrere Meisterschaften gefeiert werden.

 

Als Ausrichter der Luftgewehrstadtmeisterschaft sind wir auch ein Aktivposten im Stadtsportverband.

 

Im Jahr 1951 übernahm Johannes Lehmkuhl das Amt der 1. Vorsitzenden und löste damit Konrad Leuker nach 13-jähriger Amtszeit als 1. Vorsitzender ab.

 

Nach 2-jähriger Amtszeit gab er das Amt an Hermann Wiedemann ab.

 

Im Jahr 1955 wurde Gerhard Gelen zum Vorsitzenden gewählt, seine Amtszeit dauerte 8 Jahre.

 

Durch Vereinsbeschluß wurde 1953 die Gaststätte „Zum Adler“, noch vielen bekannt unter der Bezeichnung „Keusen Marie“, als neues Vereinslokal bestimmt.

 

Im Jahre 1960 wurde Johannes Koppers zu Grabe getragen.

 

Er war Mitgründer des Vereins und unter anderem 40 Jahre als Major und 8 Jahre als Ehrenvorsitzender tätig.

 

Im Jahr 1961 feierte unser Verein das 50-jährige Bestehen. Zu diesem Jubiläumsfest konnte der damalige Vorsitzende Gerhard Gelen alle städtische Schützenvereine, mehrere auswärtige Vereine und die St. Michael-Bruderschaft Saalhoff begrüßen.

 

Ein verhältnismäßig junger Vorstand wurde 1963 gewählt.

 

Artur Pastoors wurde in relativ jungem Alter als 1. Vorsitzender gewählt. Dieser junge Vorstand, hat das Vereinsleben positiv belebt.

 

1971 wurde das 60-jährige Bestehen gefeiert. Dieses Fest wurde Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Festausschuss und Vorstand ein voller Erfolg.

 

Leider verstarben im Jahr 1971 die beiden letzten Mitgründer Valentin Germann und Wilhelm Wittmann.

 

Als im Januar 1977 Artur Pastoors die Wiederwahl zum 1. Vorsitzenden nicht annahm, wurde Siegfried Schrempf zum neuen Vorsitzenden gewählt.

 

Er führte die zuvor gute Arbeit nicht nur fort, sondern bereicherte den Verein durch seine Impulse und die Art der Führung. Es wurden weitere Freundschaften zu benachbarten Schützenvereinen geknüpft.

 

Auf sein Betreiben hin, gründete die St. Michael-Bruderschaft und der Schützenverein das Kinderfest-komitee, das seit 1977 in der Reithalle Hoogen und seit 2012 im Festzelt ein Kinderfest durchführt. Vielen Dank dem Reitverein Seydlitz Kamp und den Familien Hoogen und Baaken, für die Bereitstellung der Reithalle.

 

Im Jahr 1980 stellte er den Antrag auf Statutenänderung, mit dem Zweck auch weibliche Personen in den Verein aufnehmen zu können. Dieser Statutenänderung wurde zugestimmt und am selben Abend traten

 

18 Frauen dem Verein bei. Der Begriff Vereinsfamilie war geboren.

 

1982 übernahm Marianne Göbel das neue Amt der Frauenwartin, das sie bis 2005 ausübte. Leider verstarb sie für uns alle unfassbar, im Jahr 2007.

 

Im Jahr 1985 ging das Vereinslokal „Zum Adler“ durch Besitzerwechsel verloren. Als neues Vereinslokal wurde auf der Karfreitagversammlung die Gaststätte „Zum Tonkrug“ in Altfeld von den anwesenden Mitgliedern bestätigt.

 

1992 überzeugte Siegfried Schrempf den damaligen Bürgermeister Karl Flügel, dass der Stadt Kamp-Lintfort ein Stadtkönig fehlt. So wurde die Initiative Stadtschützenfest gegründet und seit dem wird jährlich ein Stadtkönig ermittelt. Nach 18 Jahren als Vorsitzender stellte er sich nicht mehr zur Wiederwahl.

 

So wurde im Januar 1995 Willi Gelen der elfte 1. Vorsitzende des Schützenvereins, der dieses Amt bis heute in seiner unnachahmigen Art und Weise ausführt. Er übernahm von Siegfried Schrempf auch den Vorsitz der Initiative Stadtschützenfest.

 

In seiner Amtszeit ist besonders zu erwähnen, dass wir seit dem Jahr 2000 mit der St. Michael-Bruderschaft Saalhoff ein gemeinsames Schützenfest feiern.

 

Wir haben in der Vergangenheit zum selben Zeitpunkt gefeiert und jeder war beim anderen zu Gast. Heute feiern wir zusammen. Das gemeinsame Vogelschießen, Kinderfest, Schützenfest mit Dorffest und Kinderschützenfest ist ein voller Erfolg und eine Bereicherung des Kulturellen Lebens in Kamp-Lintfort geworden.

 

Dies war nicht so einfach, wie es sich hier liest. Es mussten von beiden Seiten einige, für unumstößlich gehaltene Traditionen angepasst und/oder aufgegeben werden. Hier möchten wir dem damaligen Brudermeister der St. Michael Bruderschaft, Heiner Lehmbrock mit seinem Vorstand für die geleistete Überzeugungsarbeit danken.

 

Im Laufe der Jahre wurden einige Ergänzungen hinzugefügt. Ein fester Vogelstand wurde aufgebaut und mittlerweile schießen wir mit einer pneumatischen Armbrust. Hier zeigt sich, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, der auch von den Nachfolgern der ersten Stunde in guter Art und Weise weiter verfolgt wird.

 

Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle mitwirkende der Arbeitskreise.

 

Am 03.06.2001 feierten wir in den Räumlichkeiten der Familie Gerhard Dicks unser 90-jähriges Jubiläum. Durch den Einsatz der Mitglieder und der Familie Dicks wurde ein toller Festraum geschmückt. Leider konnte aufgrund des schlechten Wetter kein Umzug durch das geschmückte Altfeld stattfinden. Trotz allem wurde mit den Gästen ein schönes Jubiläumsfest gefeiert.

 

2002 mussten wir uns ein neues Vereinslokal wählen. Die Wahl viel auf die Gaststätte „Zur Tenne“.

 

Im Jahr 2011 wurde das 100-jährige Bestehen des Schützenvereins gefeiert.

 

Die Schirmherrschaft übernahm der Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt.

 

Insgesamt 26 Schützenvereine, Bruderschaften, Spielmannszüge und befreundetet Vereine aus Kamp-Lintfort und der Umgebung folgten bei herrlichem Sonnenschein unserer Einladung.

 

Mit einem prächtigen Umzug marschierten wir zur Festwiese Ermen in Altfeld.

 

Hier wechselte das Königssilber von Reiner Kühne zum Jubiläumskönig Thomas Pastoors.

 

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums wurde eine neue Vereinsfahne angeschafft, diese neue Fahne wurde in einer feierlichen Zeremonie enthüllt und durch den Diakon Werner Hüning geweiht.

 

Nach Festreden, Grußworten, Fahnenschwenken, Zapfenstreich und Gratulationen ging der Festzug zurück in das Festzelt zum gemeinsamen Schützenfest mit der St. Michael Bruderschaft Saalhoff.

 

Für die Organisation, Vorbereitungen, Fest-, Straßenschmuck und Durchführung des Jubelfestes gebührt Wolfgang Pastoors, Udo Messing, Reiner Kühne, Norbert Pastoors und Willi Gelen ein besonderer Dank.

 

Im April 2013 verstarb unser langjähriges Vorstandsmitglied und Ehrenfahnenoffizier Werner Göbel, der mit seinem Einsatz und seiner Hilfsbereitschaft vorbildliche Vereinsarbeit gelebt hat.

 

Seit dem August 2013 ist der Schützenverein „Eintracht“ Altfeld-Saalhoff 1911 e.V., Mitglied im Rheinischen Schützenbund e.V. (RSB).

 

Das verschärfte Waffengesetz mit seinen Auflagen für die Durchführung des Schiesssportes hat uns zu diesem Schritt veranlasst.

 

Traditionelle Aktionen des Vereinslebens sind, die Schießwettbewerbe mit Kleinkaliber und Luftgewehr,

 

das jährliche Schützenfest, die Teilnahme am Stadtschützenfest, die jährliche Familien-Fahrradtour, das Sommerfest, die Tour zum Großkaliberschießen nach Köln-Flittard, die Sommertour, Müllsammelaktion, und die Besuche der Schützenfeste befreundeter Schützenvereine und Bruderschaften.

 

Viele Mitglieder haben maßgeblich in den vergangenen Jahren große Einzelleistungen erbracht. Wir können hier nicht alle im Einzelnen nennen, aber aus Dankbarkeit möchten wir als Beispiel hier doch einige Leistungen würdigen.

 

Danke an Wolfgang Pastoors, der über 40 Jahre in den verschiedensten Funktionen dem Vorstand angehörte und seit 1980 den Königsvogel baut. Diese Aufgabe übernahm er von seinem im Jahr 2000 verstorbenen Vater Erich Pastoors, der 25 Jahre den Königsvogel baute.

 

Weiterhin muss hier auch Norbert Dicks genannt werden der seit 1971 in verschiedensten Funktionen dem Vorstand angehört und bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen für die Beschallung sorgt.

 

Bei dem Namen Dicks, muss auch seine Frau Petra genannt werden, die 25 Jahre als Schriftführerin den Verein mitgeführt hat.

 

Weiterhin möchten wir hier die seit Jahren immer hilfsbereiten Mitglieder Leonhard Nellesen, Hannes Suwe und Udo Messing nennen.

 

Diese Chronik ist sicherlich nicht vollständig und beruht auf Fakten, Überlieferungen, Erlebtem und soll in regelmäßigem Abstand ergänzt werden.

 

 

Der Schützenverein „Eintracht“ Altfeld-Saalhoff 1911 e.V. wird die Ziele und das Erbe der Gründer und Vorväter, mit Stolz und unermüdlichem Einsatz bewahren.

 

 

 

 

Zusammengetragen und ergänzt von Norbert Pastoors

 

Kamp-Lintfort, den 02. Dezember 2013




 

 

- Konrad Leuker Gedächtnis-Pokal

 

- Wilhelm Dicks Gedächtnis-Pokal